Ratgeber · Kosten

Was kostet ein Bodengutachten?

Für ein Einfamilienhaus nennen Fachbüros und Ratgeber öffentlich Preise zwischen etwa 1.200 und 3.600 € inklusive Mehrwertsteuer (rund 1.000 bis 3.000 € netto). Wo Ihr Gutachten in dieser Spanne landet, hängt vom Haus, vom Grundstück und vom Büro ab.

Übliche Preise im Überblick

Die Spannen fassen öffentlich genannte Preise zusammen, gerundet auf 50 €. Sie sind unverbindlich und kein Angebot. Den verbindlichen Preis nennt Ihnen das Fachbüro.

Grundpreis nach Vorhaben
Vorhabeninkl. MwSt.
Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte ohne Keller1.200 – 2.850 €netto 1.000 – 2.400 €
Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte mit Keller1.450 – 3.450 €netto 1.200 – 2.900 €
Anbau, Garage oder Nebengebäude950 – 1.900 €netto 800 – 1.600 €
Untersuchung vor dem Grundstückskauf950 – 1.800 €netto 800 – 1.500 €
Mögliche Zusatzleistungen
Leistunginkl. MwSt.
Versickerungsversuch (kf-Wert)+ 250 – 950 €netto + 200 – 800 €
Analyse des Aushubs für die Entsorgung+ 300 – 950 €netto + 250 – 800 €
Ganzes Doppelhaus oder über 150 m² Grundfläche+ 250 – 700 €netto + 200 – 600 €
Hang, Grundwasser, Auffüllung oder Bergbaukann teurer werden

Bruttowerte mit 19 % MwSt., auf 50 € gerundet. Ein Altlastenverdacht wird gesondert angeboten. Ihren persönlichen Richtwert sehen Sie im Anfrageformular vor dem Absenden.

Was den Preis bestimmt

Was im Preis steckt

Ein Bodengutachten fürs Einfamilienhaus umfasst in der Regel drei Teile:

Nicht immer enthalten sind der Versickerungsversuch und die Analyse des Aushubs. Den Versickerungsversuch brauchen Sie, wenn Regenwasser auf dem Grundstück versickern muss. Die Aushubanalyse braucht der Entsorger, wenn Erde abgefahren wird, vor allem beim Bau mit Keller. Seit August 2023 gilt dafür bundesweit die Ersatzbaustoffverordnung.

Wer die Kosten trägt

In der Regel der Bauherr. Das Gutachten zählt zu den Baunebenkosten, die sich oft mitfinanzieren lassen. Bauen Sie mit einer Haus- oder Kellerfirma, fragen Sie nach, ob das Gutachten im Preis enthalten ist. Häufig ist es das nicht. Wird vor dem Kauf untersucht, übernimmt manchmal der Verkäufer die Kosten. Das muss im Kaufvertrag geregelt werden.

So sparen Sie, ohne am falschen Ende zu sparen

Zwischen Büros liegen oft einige hundert Euro, schon beim Einfamilienhaus. Fachbüros selbst empfehlen deshalb, mehrere Angebote einzuholen. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller warnt aber vor Qualitätsunterschieden und rät, beim Vergleich nicht allein auf den Preis zu schauen. Prüfen Sie bei jedem Angebot:

Brauchen Sie Versickerung oder Aushubanalyse, lassen Sie beides gleich mit anbieten. Die Proben können oft schon bei den Bohrungen genommen werden. Je genauer Ihre Angaben sind, desto genauer kann das Büro anbieten. Wichtig sind vor allem Keller oder Bodenplatte, die ungefähre Grundfläche und ein Lageplan.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet ein Bodengutachten mit Keller?

Rechnen Sie mit etwa 15 bis 20 % mehr als ohne Keller. Für ein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte mit Keller liegen öffentlich genannte Preise bei etwa 1.450 bis 3.450 € inklusive Mehrwertsteuer.

Ist ein Versickerungsversuch im Preis enthalten?

Oft nicht. Er wird meist als Zusatzleistung angeboten und kostet etwa 250 bis 950 € inklusive Mehrwertsteuer. Nötig ist er, wenn Ihre Gemeinde verlangt, dass Regenwasser auf dem Grundstück versickert.

Lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote?

Ja. Zwischen Büros liegen oft einige hundert Euro. Vergleichen Sie dabei auch den Leistungsumfang, also Zahl und Tiefe der Bohrungen, Labor und Zusatzleistungen.

Bis zu drei Angebote vergleichen

Ein Formular, etwa zwei Minuten. Höchstens drei Fachbüros melden sich mit einem Angebot. Für Sie kostenlos.

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Quellen: Zusammenfassung öffentlich genannter Preise von Fachbüros und Ratgebern (u. a. OWS Ingenieurgeologen, Dr. Klein, bodenrichtwerte-deutschland.de, geoturni), Stand 10/2026. Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF), Pressemitteilung vom 29.08.2024. Allgemeine Informationen, keine Fachberatung.